Warum Max?
Im Grunde enthalten 95% aller Anfragen, die wir aktuell erhalten neben einer Mindestschichtdicke immer auch die Angabe einer maximalen Auflage.
Warum eigentlich?
Aus Sicht des Galvaniseurs müsste immer die Mindestauflage maßgeblich sein, da schließlich gilt: je weniger drauf, desto weniger Metall muss ich einkaufen. Gerade bei den Kapriolen die der Rohstoffmarkt in den letzten Monaten so treibt, ist dies wichtiger denn je.
Aus Sicht der üblichen Anwendungen ergibt auch nur die Mindestauflage einen Sinn. Will ich das Grundmaterial vor Angriffen von Außen schützen, brauche ich mindestens ... ja, klar.
Selbst die DIN 50965, eine beliebte Norm in Anfragen, auf die ich an anderer Stelle noch eingehen werde, spezifiziert im Grunde nur Mindestauflagen.
Woher kommen dann die Max-Werte?
Nun. Eine Antwort erhielt ich vor einiger Zeit aus der QS-Abteilung eines weltweit tätigen Walzwerks. In der Anfrage war - oh, Jubel - nur eine Mindestauflage spezifiziert (es ging übrigens um Silber) und es kam - wieder, oh, Jubel - zum Auftag. Nun musste ein internes Datenblatt angelegt werden und der freundliche Mitarbeiter des Kunden zwang mich zur Herausgabe einer maximalen Schichtdicke mit der folgenden Begründung: "Ich muss aber in das Formularfeld was reinschreiben. Sonst kann ich das Datenblatt nicht anlegen."
AHA! Die IT ist also schuld. Meine Forderung: "Befreit die Max-Auflagen von der Eigenschaft des Pflichfelds!"
Jeder der mir einen technischen Grund für die Begrenzung von Schichtdicken nach oben nennen kann, möge dies bitte, bitte tun.

