Löttechnik
Für Lötanwendungen auf höchstem Niveau und als Reinzinn selbstverständlich RoHS- und WEEE-konform.
Whisker
Die Bildung von sog. Whiskern (engl. Whisker: Barthaar, Schnurrhaar) ist ein mögliches Problem bei der Verzinnung von Kupferdrähten ...

Sperrschichten
Technische, sehr duktile, stanzfähige Nickelschichten für den Schalter-, Telefon- und Apparatebau, Auflagestärke bis ca. 5 µm. Nickel als Sperrschicht gegen Diffusionsvorgänge, z. B. in der Löttechnik.
OTTO BRENSCHEIDT GmbH & Co. KG
Frankfurter Str. 18
D-59846 Sundern

Tel.: 02933 9022-0
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Mit der Verbreitung der Elektrizität ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs auch der Bedarf an Kabelleitern enorm an. Dabei stellte es sich als schwierig heraus, geeignete Materialien für die Isolierungen zu finden. Generell wurden dafür Latex, Gummi oder auf Gummi basierende Stoffe eingesetzt, die manchmal auch mit Textilien verstärkt wurden. Diese Materialien waren in der Praxis sehr unbeliebt, da das Kupfer mit den schwefelhaltigen Bestandteilen der Gummierung regierte und so ein Entfernen der Beschichtung erheblich erschwert wurde.

Wurde der Kupferdraht jedoch vor der Isolation verzinnt, konnte diese Reaktion wirksam unterbunden werden, was ein leichtes und sauberes Entfernen der Kunststoffe ermöglichte. Hierdurch gewann die Verzinnung als bevorzugte Oberfläche für Kupferdrähte nahezu universelle Akzeptanz. Darüber hinaus verfügte verzinnter Draht über eine bessere Lötbarkeit und wies gute Schmiereigenschaften beim Ziehen auf.

Mit der Entwicklung von PVC-basierenden Isolatoren in jüngster Zeit, die nicht mehr mit dem Kupferdraht reagieren, verlor die Verzinnung seine große Bedeutung in der Kabelindustrie. Trotzdem wird verzinnter Draht weiterhin als Premiumprodukt angesehen und für militärische und andere kritische Applikationen verwendet. Und obwohl im Automotive-Bereich inzwischen hauptsächlich blanke Kupferdrähte in den Kabeln verwendet werden, ist verzinnter Draht in sicherheitsrelevanten Bereichen (z. B. in Airbags) nach wie vor im Einsatz.

Die Verzinnung erfolgt dabei auf zwei sehr unterschiedliche Arten. Zum einen besteht die Möglichkeit, den Draht durch flüssiges Zinn laufen zu lassen. Dabei scheidet sich Zinn auf der kalten Oberfläche ab. Dieses Verfahren wird von uns nicht angeboten, da die Abscheidungsparameter schwer zu kontrollieren und es so zu ungleichmäßigen Schichten kommt, die die heutigen Ansprüche unserer Kunden nicht mehr erfüllen. Darüber hinaus ist es teurer und hat einen geringen Durchsatz.

Zum anderen kann die Abscheidung über die klassische Galvanotechnik erfolgen. Dabei wird in einem meist sauren Elektrolyten Zinn anodisch aufgelöst und kathodisch auf dem Material abgeschieden. Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens ist die hohe Reinheit, mit der das Zinn abgeschieden werden kann. Gerade vor dem Hintergrund der RoHS-/WEEE-Bestimmungen haben die Anforderungen an die Qualität der Schichten teilweise erheblich zugenommen.

Verzinnter Draht

Elektrolytisch verzinnte Rund-, Vierkant- und sonstige Profildrähte für alle Bereiche der Elektrotechnik bis hin zu hochautomatisierten Lötprozessen. Als Schutz bei der Verarbeitung von aggressiven Kunststoffen. Auch mit Nickel- oder Kupfersperrschicht.

Abmessungsbereich: 0,130-3,000 mm Ø und Profile
Aufmachung: Spulen oder Ringe


Mischverzinnter Draht (SnPb 95/5)

Alternative zur Reinverzinnung, ausgezeichnete Löteigenschaften auch im Langzeitverhalten, whiskerfest durch den Bleianteil der Legierung. Auch mit Nickel- oder Kupfersperrschicht.

Abmessungsbereich: 0,130-2,000 mm Ø
Aufmachung: Spulen


Verzinntes Band

Lötfähig, galvanisch verzinnte Bänder mit spezieller Vorbehandlung zur Stanz-, Biege- und Ziehbearbeitung von elektrotechnischen und elektronischen Bauteilen, Auflagestärke bis 12 µm. Auch mit Nickelsperrschicht.

Bandbreite: bis 250 mm
Banddicke: 0,150-1,800 mm


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